EIN PROJEKT, DAS DIE GESAMTE SCHULGEMEINSCHAFT MOBILISIERT – ABFALLMENGEN REDUZIEREN UND BEWUSSTSEIN FÖDERN – LEHRPERSONEN MIT INS BOOT HOLEN – INITIATIVEN VON SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN UNTERSTÜTZEN UND SICH MIT DER AUSSENWELT VERBINDEN                                   

International School Basel

Ein Projekt, das die gesamte Schulgemeinschaft mobilisiert

Schritt 1: Bildung eines Eco-Komitees

Das Eco-Komitee der International School Basel (ISB) koordiniert das Eco-Schools-Projekt über die drei Standorte der Schule hinweg. Alle Interessengruppen der Schulgemeinschaft sind darin vertreten: Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen, die auch in standortspezifischen „student sustainability groups“ aktiv sind, Lehrpersonen, Eltern des „sustainability team“ sowie Mitarbeitende des Hausdienstes, der Kommunikationsabteilung und der Schulleitung. Alle können ihre Ideen und Sichtweisen einbringen.

Für ihr erstes Eco-Schools-Projekt wählte die International School Basel das Thema Abfall:

«Als die ISB dem Eco-Schools-Programm beitrat, hatten wir bereits mehrere Aktivitäten zu diesem Thema durchgeführt, da es für unsere Schülerinnen und Schüler von grossem Interesse war. Die Abfallverschmutzung und insbesondere die Auswirkungen der Plastikverschmutzung auf die Umwelt berührt die Herzen vieler in unserer Gemeinschaft und ist ein ernstes Problem weltweit. Wir alle haben eine wichtige Rolle zu spielen, die einen Grundwert widerspiegelt, der an der ISB gefördert wird, nämlich verantwortungsvolle Weltbürgerinnen und -bürger zu sein.»

Abfallmengen reduzieren und Bewusstsein fördern

Schritt 3: Erstellen eines Aktionsplans

Basierend auf einer umfassenden Analyse der an jedem Schulstandort produzierten Abfälle sowie einer schulweiten Umfrage, die einige Wissenslücken in Bezug auf das Abfallmanagement und die Auswirkungen von Abfall in der Schweiz aufzeigte, definierte die Schulgemeinschaft Ziele und Massnahmen, um ihr Bewusstsein für die Abfallproblematik zu fördern, ihre Abfallmengen zu reduzieren und das Recycling zu verbessern.

Einige Beispielaktivitäten: Einrichten von Recyclingstationen und Vermeiden von Einwegverpackungen an Schulanlässen (Reduktion des Abfalls von bis zu 75 Prozent pro Anlass), Einrichten von „Brocki“-Stationen für gebrauchte Büromaterialien und Organisation eines Bücherflohmarkts, Schulungen für Mitarbeitende des Hausdienstes zur Verbesserung des Abfallmanagements, Verbreitung von Informationsmaterial zur Sensibilisierung der Schulgemeinschaft über verschiedene Kanäle (zum Beispiel Webseiten, Poster, Newsletter, Piktogramme) und Besichtigen einer Recyclinganlage.

«Auf der Grundlage der Ergebnisse der Abfall-Analyse und früherer Aktivitäten haben wir Massnahmen identifiziert, die umgesetzt werden sollen, um jedes der Hauptergebnisse der Analyse anzugehen. Das Ziel dieses Aktionsplans ist es, einen organisierten Fahrplan dafür zu haben, wie die an der Schule identifizierten Probleme in Bezug auf Abfall behoben werden können. Er dient auch dazu, Synergien innerhalb eines Standorts und standortübergreifend leicht zu identifizieren. Der Plan ist ein lebendiges Werkzeug, das ständig weiterentwickelt wird, um neue Aktivitäten zur Lösung bestehender Probleme oder zur Lösung neu identifizierter Probleme aufzunehmen.»

Lehrpersonen mit ins Boot holen

Schritt 5: Verknüpfung mit dem Unterricht

Die Mitglieder des Eco-Komitees gingen die Verknüpfung zwischen dem Unterricht und dem Eco-Schools-Projekt auf zwei Arten an: Als Teil der Nachhaltigkeitsanalyse kontaktierten sie alle Lehrpersonen, um eine Bestandsaufnahme bestehender Unterrichtsaktivitäten zu erstellen, in denen sich Schülerinnen und Schüler mit Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen. Zusätzlich wurden die Lehrpersonen regelmässig über die Aktivitäten des Eco-Schools-Projekts informiert. Dies inspirierte einige von ihnen dazu, ihre Unterrichtseinheiten anzupassen, um Fragen einer nachhaltigen Entwicklung, insbesondere zum Thema Abfall, darin miteinzubeziehen.

«Eine Design-Lehrperson der Oberstufe zeigte uns eine bereits entwickelte Unterrichtseinheit über Globalisierung und Nachhaltigkeit, die das Design-Team umsetzen wollte. Sie wollten sie jedoch mit Unterstützung der Koordinatorinnen des Eco-Komitees umgestalten, um sie mit der Arbeit der Schule zum Thema Abfall in Einklang zu bringen. Dieses Beispiel zeigt, wie Lehrpersonen die Notwendigkeit erkannt haben, ihre Unterrichtsplanung zu modifizieren und zu überarbeiten, um sinnvolle Gelegenheiten für Schülerinnen und Schüler zu schaffen, sich mit der Erforschung und dem Verständnis von Themen einer nachhaltigen Entwicklung zu beschäftigen.»

Initiativen von Schülerinnen und Schülern unterstützen und sich mit der Aussenwelt verbinden

Schritt 6: Informieren und involvieren

Das Eco-Komitee und die damit verbundenen Gruppen achteten besonders darauf, alle Mitglieder der Schulgemeinschaft zu unterstützen, die ihre eigenen Initiativen zu Nachhaltigkeitsthemen umsetzen wollten, einschliesslich derer, die nicht aktiv in einer dieser Gruppen mitwirkten. Die Schule nutzte das Eco-Schools-Projekt auch als Gelegenheit, sich mit der lokalen Aussenwelt zu verbinden.

«Wir haben am Clean-Up-Day 2020 teilgenommen. Inspiriert durch den Antrieb einer unserer Erstklässler, der unbedingt wollte, dass die Schule an dieser wichtigen Aktivität mitwirkt, leitete eine Gruppe von Eltern mit Unterstützung des Eco-Komitees die Teilnahme der ISB in die Wege. Unsere Teilnahme diente einem doppelten Zweck: Einerseits dazu, das Bewusstsein für das Thema Littering in der Schweiz zu schärfen und das Handeln unserer Gemeinschaft zu fördern, andererseits aber auch dazu, sich zu engagieren und mit lokalen Organisationen zusammenzuarbeiten.»

Schritt 7: Kreieren eines Eco-Codes

Als Abschluss ihres ersten Eco-Schools-Projekts führte die Schulgemeinschaft einen Kunstwettbewerb durch. Drei Kunstwerke (eines pro Schulstandort) und ein Motto wurden ausgewählt, um das Engagement der Schule für eine nachhaltige Entwicklung als Eco-Code zu repräsentieren.

Wie steht es mit dem Abfall an unserer Schule?

Die Schülerinnen und Schüler der International School Basel nahmen den an der Schule anfallenden Abfall genau unter die Lupe und untersuchten mit einem unterhaltsamen Quiz, wie präsent das Thema in der Schulgemeinschaft ist. Ihre Testimonials im Video!

Eine Idee mobilisiert die ganze Schule

Die International School Basel zeigt, wie die Initiative eines Erstklässlers die ganze Schule zu Aktionen gegen Littering inspirieren kann.

Kunst für unseren Planeten

Die International School Basel hat drei inspirierende Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern zu ihrem Eco-Code gekürt. Die Schülerinnen und Schüler erklären, welche Botschaft sie mit ihren Kunstwerken vermitteln wollen.