Biodiversität

Das Thema Biodiversität ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, die Vielfalt des Lebens zu erforschen und gleichzeitig die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt zu verstehen und zu reflektieren.

BIODIVERSITÄT

Mit dem Begriff «Biodiversität» (vom griechischen «bios», was so viel wie «Leben» bedeutet) wird die Vielfalt des Lebens hinsichtlich Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität bezeichnet. Der Erhalt der Biodiversität ist eine der grössten Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung.

Insbesondere aufgrund des Bevölkerungswachstums, der zunehmenden Mobilitätsbedürfnisse und des anhaltend steigenden Konsums übt der Mensch immer mehr Druck auf die Ökosysteme aus und verringert die Biodiversität laufend. Forschende sprechen heute vom sechsten Massenaussterben in der Geschichte des Lebens auf der Erde und betonen, dass nicht nur terrestrische Arten, sondern auch Wasserlebewesen davon betroffen sind. Selbst bei den verbreitetsten und somit nicht direkt bedrohten Arten ist ein massiver Rückgang der Bestände zu verzeichnen, was das zerbrechliche Gleichgewicht der Ökosysteme bedroht.

Was können wir tun?

Lokal begünstigt die Schaffung von Naturräumen, wie zum Beispiel die Bildung von Wasserflächen für Amphibien oder das Anlegen von Ast- oder Komposthaufen für Reptilien, die Rückkehr gewisser verdrängter Arten. Das Anlegen eines naturnahen Gartens ist eine gute Initiative, um die biologische Vielfalt zu fördern und sich darüber Gedanken zu machen, woher unsere Nahrung kommt.

Unsere Konsumentscheidungen wirken sich enorm auf die Belastung der Ökosysteme aus. Einfache Massnahmen mit globaler Wirkung für einen verantwortungsbewussten Konsum sind zum Beispiel die Bevorzugung lokaler und umweltfreundlich hergestellter Produkte oder die Vermeidung von Verschwendung und des Zurücklassens von Abfall in der Natur.

BEISPIELE FÜR BEZÜGE ZUM LEHRPLAN 21


Zyklus 1

Die Schülerinnen und Schüler erkunden einen nahegelegenen Wald mit allen Sinnen (Waldgeräusche lauschen, verschiedene Pflanzen und Waldmaterialien begutachten, ertasten, riechen, schmecken) und beschreiben ihre Erfahrungen (NMG.4.1, D.3.B.1.b).

Zyklus 2

Die Schülerinnen und Schüler lernen mittels eines Memorys, welche Pflanzen und Tiere wie voneinander abhängig sind (NMG.2.1.d).

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich gemeinsam für gartenbauliche Massnahmen, um die Artenvielfalt auf dem Schulareal zu fördern, und setzen diese um (zum Beispiel Anlegen einer Hecke mit heimischen Pflanzen, Bau von Hochbeeten oder einer Trockenmauer) (NMG.8.3.e, TTG.2.E.1.2b, BS.3.A.1).

Zyklus 3

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in einem Rollenspiel mit Positionen und Interessen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in Bezug auf die Nutzung natürlicher Systeme (zum Beispiel Wälder, Auen, Moore) auseinander (RZG.3.1).

Die Schülerinnen und Schüler schreiben in einer Fremdsprache einen kurzen Bericht über die Exkursion in ein Naturschutzgebiet (FS1F.4.A.1.e, FS2E.4.A.1.e).

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Thème - Biodiversité

Beispielaktivitäten teilnehmender Schulen

-> Herstellung von Nisthilfen für Vögel und von Insektenhotels

-> Beobachtung des Lebenszyklus einer Pflanze von der Keimung bis zur Samenreifung

-> Einrichten einer Marienkäferzucht

-> Berechnung der Gartenfläche und der Grünflächen auf dem Schulareal in Quadratmeter

-> Erhebung von Pflanzen- und Insektenarten in der Umgebung der Schule

-> Pflanzung von Bäumen

-> Unterricht im Wald

Ziele für nachhaltige Entwicklung, die mit dem Thema Biodiversität verbunden sind: